Spike-Systeme
Die zu bearbeitenden Flächen müssen aus Gründen der Kleberhaltung völlig sauber sein. Auch aus optischen Gründen ist die vorherige Reinigung anzuraten. Dies fängt in der Regel mit dem Einsatz von Spachtel und Drahtbüste an und endet nach Stahlwolle-Verwendung mit dem Handfeger und Lappen. u.U. können auch Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen.
In allen Fällen ist das Auffangen der Taubenkotreste und eine ordnungsgemäße Entsorgung zu beachten. ACHTUNG ! Taubenkot kann abhängig von Umständen und Menge u.U. sehr gesundheitsschädlich ( Ornithose j sein. Beachten Sie deshalb den komplexen SpezialArbeitsschutz.
Alle Untergründe, die mit Spikemodulen zu versehen sind, müssen aus festem, gesundem Material bestehen. Verwitterte Reste etc. sind zu entfernen oder zu verfestigen. Weiterhin müssen Untergründe fettfrei und zum Zeitpunkt der Kleberverwendung auch frostfrei sein.
Gehen Sie mit allen Klebern sparsam um, aber doch so reichlich, daß Kleber durch die Basislöcher der Module dringt, um einen besseren Halt zu erzielen. Für besondere Einsatzzwecke werden spezielle Kleber verwendet.
Die Belegung von wettergeschützten Nistplätzen mit Spikemodulen kann in Unkenntnis der starken Bindung von Tauben an diese Stellen ( teilweise über Generationen ) sehr schnell unwirksam sein. Deshalb sollten diese Stellen nach der Verarbeitung weiter beobachtet werden und u.U. zusätzliche Vergrämungsaktivitäten ( z.B. akustisch, Wasser spritzen etc.) organisiert werden bis zu einem Entwöhnungszeitraum von etwa 4 Wochen. Außerdem sollte die Möglichkeit der temporären Blockierung solcher Gebäudeteile erwogen werden (Vernetzung etc.). In sehr schwierigen Teilbereichen sollte auf eine Verspikung hier gänzlich verzichtet werden.
Die Montage von Spikes sollte immer ganzheitlich erfolgen, d.h. Fassaden sollten komplett belegt werden, von der Dachkante angefangen bis zu Gesimsen der ersten Etage. Gesimse sind immer vollflächig zu belegen, d.h. von der Gesimskante bis zur Fassadenwand. Datei gilt als Mindestabstandsmaß der Abstand der Pinköpfe der Module. Zur Außenkante hin sollte möglichst immer ein schräggestellter Pin gewählt werden, der über die Kante hinausragt und bessere Abwehrkraft gegen anfliegende Vögel besitzt. Sie sollten bei der Verarbeitung großen Wert auf absolut gerade Pinreihen in immer gleichen Abständen zueinander legen. Dabei ist als Pinmaterial immer V4A-Edelstahl für anspruchsvolle Objekte vorzuziehen, da mit dieser Stahlart keine Korrosionsprobleme auftreten.
Bei Bearbeitung großer Gebäudeteile wird die transparente Basisschiene aus optischen Gründen immer bevorzugt werden.
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